Rückblick und Vorfreude

Positiver Rückblick und Vorfreude aufs neue Jahr mit vielen Fahrten in die Partnerstädte

Nach einem ereignisreichen Jahr 2019 mit verschiedenen Begegnungen im Rahmen unserer Städtepartnerschaften mit Condom in Frankreich und Mrągowo in Polen, wie zuletzt der Besuch von fast 50 Gästen zum Grünberger Gallusmarkt, die Jugendbegegnung in Condom im Sommer, das französische Theater in Grünberg und noch vieles mehr, stehen nun die Eckpunkte für die Begegnungen in 2020.

Vom 20. bis 25. Mai 2020 wir eine internationale Kulturwoche – ähnlich wie in Grünberg – in Condom stattfinden. Für diese Fahrt in unsere südfranzösische Partnerstadt zu einer tollen Jahreszeit suchen wir sowohl interessierte Mitreisende als Teilnehmer, als auch Künstler, die Interesse haben ihre Kunstwerke in Condom auszustellen, oder sogar dort etwas Künstlerisches anzubieten. Dabei ist Künstler für uns ein offener Begriff, das kann sein Gesang, Musik, Tanz, Malerei, Bildhauerei oder etwas noch ganz Anderes. Auch aus der polnischen Partnerstadt Mrągowo werden Interessierte und Künstler anreisen und sicherlich wird da auch etwas Musikalisches dabei sein.

Die Kosten für diese Begegnung belaufen sich auf voraussichtlich auf ca. 240 € für Hin- und Rückflug. Die Unterbringung in einer Gastfamilie ist kostenfrei möglich. Andere Unterbringungen, wie z.B. in einer Pension sind möglich, müssen aber selbst bezahlt werden. Unsere französischen Gastgeber planen ein umfangreiches Programm aus Musik, Tanz, Kunst und vielem mehr. Auch die französische Küche, die Entdeckung der Region und die kulinarischen Genüsse werden sicher nicht zu kurz kommen.

Die Kulturwoche im Mai 2020 ist aufgrund der aktuellen Lage abgesagt und wird in das kommende Jahr verschoben!

Die weiteren geplanten Veranstaltungen finden – nach heutigem Stand – wie geplant statt:

Die Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Mrągowo statt. Der Termin 12. bis 22. Juli 2020 steht, das Thema und das Programm werden von der polnischen Seite noch bearbeitet. Dennoch können sich alle interessierten Jugendlichen schon jetzt anmelden, denn die Flüge sind schon reserviert und es gibt nur 12 Plätze. Eingeladen zur Begegnung sind neben den polnischen Jugendlichen aus Mrągowo und wahrscheinlich auch aus der südpolnischen Stadt Limanowa Jugendliche aus Grünberg und Condom, im Alter von 13-17 Jahren. Anmeldungen werden ab sofort im Kinder- und Jugendbüro oder direkt von der Vorsitzenden entgegengenommen. Die Kosten für die Jugendbegegnung inklusive Flug und gemeinsamer Unterkunft belaufen sich auf maximal 250 €. Finanzielle Unterstützung kann auf Antrag gewährt werden.

Anmeldung zur Jugendbegegnung

Gleich im Anschluss an die Jugendbegegnung findet in Mrągowo das große Picknick Country Festival statt. Hierzu hat der neue Bürgermeister aus Mrągowo eine Delegation aus Grünberg und Condom eingeladen. Das Country Picknick ist eines der größten Country Festival Europas.

Interessenten können sich jetzt schon für dieses Event vom 23. bis zum 27. Juli 2020 anmelden. Die Kosten für diese Fahrt belaufen sich voraussichtlich auf 280 €. Die Unterbringung in einer Gastfamilie ist kostenfrei möglich. Andere Unterbringungsmöglichkeiten können organisiert werden.

Anmeldung zum Picknick Country Festival

Neben den Fahrten wird auch die französische Theatergruppe „La Boîte à Jouer“ wieder nach Grünberg kommen. Der genaue Termin dazu und weiter kleine Aktionen sind in Planung. Nähere Informationen folgen.

Die Jahreshauptversammlung des Arbeitskreises Städtepartnerschaft findet am 13. März 2020 um 19.00 Uhr in den Condomer Stuben/Gallushalle statt.

Informationen und Anmeldungen zu den genannten Veranstaltungen im kommenden Jahr erhalten Sie über
Frau Arbeiter-Löffert unter 0151 50196091 oder unter 06401 903230,
sowie per Email unter s.arbeiter-loeffert@gruenberg.de.

Siehe auch unter Termine

Grünberg

Grünberg ist eine Stadt im Landkreis Gießen in Hessen. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.

http://www.gruenberg.de

Stadtgliederung

13 weiteren Stadtteilen besteht. Zur Stadt gehören die Stadtteile:Beltershain, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Klein-Eichen, Lardenbach, Lehnheim, Lumda, Queckborn, Reinhardshain, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain.

Geschichte

Mittelalter

Ende des 12. Jahrhunderts gründete Landgraf Ludwig III. von Thüringen Grünberg, um seinen Besitz im Süden gegen die feindlichen Mainzer Erzbischöfe zu schützen. Es befindet sich auf einem Plateau, das an drei Seiten steil abfällt: strategisch sehr günstig. 1186 wird die Burg Grünberg (Castrum Gruninberc) zum ersten Mal in einer Urkunde genannt. Im Jahr 1222 wurde Grünberg erstmals als Stadt genannt.1195 zerstörten Mainzer Truppen die Anlage. Die Burg wurde schnell wieder aufgebaut, und dabei hat man von vornherein eine größere, umgebende Stadt geplant. Schon im Jahr 1222 stellte das Gericht der Stadt Grünberg Urkunden aus und verwendete ein Siegel, das dem des Landgrafen ähnelte.Innerhalb der Stadtmauer lag die landgräfliche Burg nahe dem steilen Südhang. Die bürgerlichen Wohnbezirke schlossen sich daran an. Im relativ ungeschützten Norden befanden sich die Klöster. Wollte jemand die Stadt angreifen, hätte er diese zuerst zerstören müssen. Das jedoch zog unweigerlich den Kirchenbann nach sich.Das wohl um 1193 gegründete Antoniterkloster Grünberg war eines der ältesten und wichtigsten. Um 1200 war es zwar noch ein einfaches Kloster mit integriertem Hospital, jedoch führte seine strategisch günstige Position unweit zweier Hauptverkehrswege dazu, dass es sich im Laufe der Zeit zu einer Generalpräzeptorei des Antoniter-Ordens entwickelte. Mit seinen Tochtergründungen reichte sein Gebiet in seiner größten Ausbreitung von Friedberg in Hessen bis zum Nonneseter Kloster in Bergen (Norwegen) und von Wetzlar bis nach Lennewarden im heutigen Lettland. Die erste dieser Filialen wurde am 7. Juni 1222 in Tempzin bei Wismar gegründet.Etwas später ließen sich auch die Franziskaner in Grünberg nieder.Schon 1230 war Grünberg Münzstätte. 1254 trat Grünberg zusammen mit heute viel größeren Orten wie Marburg und Alsfeld dem „Rheinischen Städtebund“ bei.Am 16. Oktober 1272 stellte der hessische Landgraf Heinrich I. den Grünbergern einen Freiheitsbrief aus, der ihre städtischen Rechte bestätigte. Er verlieh allen Bürgern die Freizügigkeit und unterstellte sie unmittelbar seiner Gerichtsbarkeit.Die Stadt wuchs. Ende des 13. Jahrhunderts wurde die gotische Marienkirche errichtet, deren Vorbild die Marburger Elisabethkirche war. Erstmals 1304 wird die Neustadt genannt, die vor der Stadtmauer lag. 1324 baute man eine neue Wehrmauer, die auch die Neustadt umschloss. 1353 weihte die Stadt die erste Schule ein.Bürgerfleiß war sicherlich eine Wurzel des städtischen Reichtums. Wichtiger war jedoch die Lage an einem der großen Handelswege von Frankfurt am Main nach Mitteldeutschland: die kurzen Hessen oder die Hohe Straße. Zwei große Brandschatzungen verwüsteten 1370 und 1391 fast die ganze Stadt. Mit landgräflicher Unterstützung ging der Wiederaufbau recht schnell voran. Allerdings erlangte Grünberg nicht mehr seine alte Bedeutung.Trotzdem ließ die Stadt 1419 eine zentrale Wasserversorgung einrichten, für die damals modernste Technik eingesetzt wurde. Aus dem 60 m tiefen Brunnental wurde Quellwasser mechanisch auf den Berg gepumpt. Kaiser Friedrich III. stiftete 1481 der Stadt einen jährlichen Markt, den Gallusmarkt, der acht Tage dauern sollte. Er wurde auf den 16. Oktober, den Gallustag, gelegt, um an den Tag zu erinnern, an dem die Stadt 1272 den Freiheitsbrief erhielt. Bis heute wird der Gallusmarkt jedes Jahr gefeiert.

Neuzeit

Auch Grünberg wurde zwischen 1524 und 1527 lutherisch, und Landgraf Philipp von Hessen löste die Klöster auf. Das Antoniterkloster ließ er 1578 bis 1582 von Ebert Baldewein zum Witwensitz (heutiges „Schloss“) umbauen, es erhielt unter anderem zwei schöne Renaissance-Erker. Die Ländereien erhielt die Landesuniversität. Das Augustinerinnenkloster wurde städtisches Hospital – (In diesem Gebäude eröffnete im Oktober 2005 das Stadtgeschichtsmuseum samt ethnografischer Theo Koch-Grünberg Sammlung.) Zur gleichen Zeit stellte die Stadt zwei weitere Lehrer für die Schule ein, und auch die Mädchen erhielten jetzt Elementarunterricht.Das 1526 errichtete Universitätsgebäude ist Oberhessens höchstgelegener Fachwerkbau. Während der Pestepidemie 1542 wurde die Universität Marburg in das Gebäude ausgelagert.Bei der Landesteilung 1567 kam Grünberg an Hessen-Marburg, 1604 an Hessen-Darmstadt.1593 lebten 432 Vollbürger in der Stadt; nach dem Dreißigjährigen Krieg und einer Pestepidemie waren es nur noch 220. Der städtische Rat ließ damals über 100 leer stehende Häuser abreißen.Nur langsam erholte sich die Stadt. Da sich auch die politischen und wirtschaftlichen Zentren verlagert hatten, entwickelte sich Grünberg zu einer Ackerbürgerstadt, wie sie für Oberhessen typisch ist. Die Friedhofskirche, ein Barockbau des frühen 18. Jahrhunderts, zeigt dieses deutlich. Als 1816 die gotische Kirche einstürzte, konnte die Stadt erst 1846 mit dem Neubau beginnen. Kluge Politik hatte in dieser Zeit bewirkt, dass sich die Schulden innerhalb von 20 Jahren halbiert hatten.Erst im fortschreitenden 19. Jahrhundert gewann Grünberg wieder seine alte Bedeutung. Von 1832 bis 1874 war Grünberg Kreisstadt. Jetzt war die wirtschaftliche Grundlage nicht mehr die Lage an einer bedeutenden Handelsstraße, sondern das örtliche Handwerk, besonders Weber und Schuster. 1869 war Grünberg an das Eisenbahnnetz (Vogelsbergbahn) angeschlossen und Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich die ersten Textilfabrikanten hier an.Städtische Bauvorhaben waren besonders eine moderne Wasserversorgung mit Hausanschlüssen im Jahr 1896 und ein Stromnetz, das 1913 elektrisches Licht brennen ließ. In den folgenden Jahrzehnten entstanden weitere kommunale Einrichtungen wie Schulgebäude und ein Schwimmbad. Die Baustruktur blieb weitgehend erhalten, erst zwei Bombenangriffe zerstörten 1945 zahlreiche Gebäude und töteten 150 Einwohner.Da nach dem Krieg über 800 Flüchtlinge und Heimatvertriebene in die Gemeinde zu integrieren waren, wurde möglichst schnell Wohnraum geschaffen. Bald kamen Industriebetriebe dazu. Seit 1969 wird die Grünberger Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern umfassend saniert. Heute ist sie ein Wohn- und Einkaufsort auf dem grünen Berg, mit einem geschlossenen Stadtbild. 1980 war Grünberg der Austragungsort des Hessentags. Seit 1983 ist Grünberg staatlich anerkannter Luftkurort. Schon 1845 schrieb der Gymnasiallehrer und Chronist Dr. Carl Glaser: „Die Luft in unserer Stadt ist rein. Von Epidemien weiß man hier seit Jahren nichts. Hier in Grünberg ist die Luft rau aber herzlich.“Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden auf freiwilliger Basis 13 bis dahin selbstständige Gemeinden und heutige Stadtteile nach Grünberg eingegliedert:

31. Dezember 1970: Beltershain, Göbelnrod, Klein-Eichen, Lumda, Queckborn, Stangenrod, Stockhausen, Weickhartshain und Weitershain
1. Februar 1971: Harbach und Lardenbach
31. Dezember 1971: Lehnheim (bis dahin im Landkreis Alsfeld)
1. April 1972: Reinhardshain.Seit 2007 besitzt die Stadt ein eigenes Museum, das Museum im Spital, das über die Stadtgeschichte Grünbergs berichtet und eine Ausstellung zum Leben und Werk ihres berühmtesten Bürgers, des Ethnologen Theodor Koch-Grünberg (1872–1924), zeigt.Auszug aus Wikipedia

Condom (Frankreich)

(manchmal auch Condom-en-Armagnac genannt) ist eine französische Gemeinde im Département Gers in der Region Midi-Pyrénées und zugleich Hauptort (frz. chef-lieu) des Arrondissements und des Kantons Condom. Die 7099 Einwohner (Stand 1. Januar 2009) zählende Kleinstadt liegt an der Via Podiensis, einem der französischen Abschnitte des Jakobswegs nach Santiago de Compostela.

Geografie und Verkehr

Condom befindet sich in der historischen Region Armagnac im Herzen der Gascogne, die vor allem wegen des dort produzieren Weinbrands, des Armagnac weltbekannt ist. Die typische Kleinstadt der Gascogne liegt an der Baïse, einem Nebenfluss der Garonne. Die nächste größere Stadt ist Agen, welche man in nordöstlicher Richtung über die D931 nach circa 40 Straßenkilometern erreicht. Die nächsten französischen Großstädte sind Toulouse (95 km) im Südosten und Bordeaux (124 km) im Nordwesten.

Der nächste internationale Flughafen ist der International Airport Toulouse-Blagnac und der nächste Bahnhof befindet sich in Agen an der TGV-Strecke Paris – Toulouse. An das französische Fernstraßennetz ist Condom über die A62 Toulouse-Nord – Bordeaux und die Ausfahrten 7 (Périgueux) bzw. 8 (Valence d’Agen) angebunden.

Geschichte

Nach der Besiedlung des Gebiets durch die Römer entsteht 1011 die Benediktinerabtei Saint Pierre. Diese Abtei wurde 1317 durch ein päpstliches Edikt zum Bischofssitz ernannt, was es bis zur Französischen Revolution blieb. Die Kosten für den Aufbau hatte der Bischof von Agen zu tragen. Während des Hundertjährigen Kriegs wird die Stadt zweimal von den Engländern besetzt.

Die Kathedrale Saint Pierre wurde erst 1507 begonnen und ist die letzte Kathedrale, die im Languedoc-Stil erbaute wurde. Bereits kurz nach ihrer Fertigstellung wurde sie im Verlauf der Religionskriege schwer beschädigt.
Ihren Reichtum im 18. Jahrhundert verdankt die Stadt vor allem dem Handel, da sie von altersher an der Kreuzung mehrerer wichtiger Handelswege lag. Der Ausbau der Baïse als Wasserstraße ermöglichte den Export von Weinen und Spirituosen über Bordeaux. Die Einwohnerzahl Condoms ist in den letzten 120 Jahren nahezu konstant geblieben.

Sehenswürdigkeiten

In der Mitte des Orts ragt die spätgotische Cathédrale Saint-Pierre auf. Während der Hugenottenkriege drohte die Hugenottenarmee 1569 mit der Zerstörung des Kirchenbaus, was von den Dorfbewohnern jedoch mit der Zahlung eines beträchtlichen Lösegelds verhindert werden konnte.

Unter den Patrizierhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert verdient vor allem das Hôtel de Cugnac mit seinem alten Weinlager (chai) und seiner Brennerei Erwähnung. Condom liegt im besten Anbaugebiet für die Armagnac-Herstellung, daher gibt es auch ein Museum, das der Armagnac-Herstellung gewidmet ist (Le musée de l’Armagnac). Ein weiteres Museum der Stadt, das musée du préservatif, widmet sich der Geschichte des Kondoms, obwohl die Stadt eigentlich nichts mit seiner Entstehung zu tun hat.

Einwohnerentwicklung

JahrEinwohner
 1793 11.064
 1831 7.144
 1861 8.070
 1881 8.555
 1926 6.344
 1954 6.781
 1968 7.326
 1982 7.634
 1999 7.251
 2006 7.158

Auszug aus Wikipedia 

Mrągowo (Polen)

Mrągowo [mrɔŋˈgɔvɔ] (1945–1947 Ządźbork, deutsch Sensburg, masurisch Ządźbork) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

http://mragowo24.info/

Geographische Lage

Die Stadt liegt etwa 60 Kilometer östlich der Stadt Allenstein (Olsztyn) am Rand der Masurischen Seenplatte im früheren Ostpreußen. Das Stadtgebiet ist umgeben von der Landgemeinde Mrągowo.

Geschichte

Um 1348 errichtete der Deutsche Orden eine hölzerne Burg, die Sensburg, in der Gegend des heutigen Mrągowo. Ihr Name weist jedoch auf eine vorherige ältere Siedlung (prußisch „sena“, „senas“: alt, altertümlich) hin. Durch diese Burg entwickelte sich eine Siedlung, die 1397 erstmals urkundlich erwähnt wurde und möglicherweise bereits 1404 bis 1407 das Stadtrecht nach Kulmer Recht erhielt. Gesichert ist die (erneute) Vergabe des Stadtrechtes 1444 vom Hochmeister Konrad von Jungingen. Der Name des Ortes war damals bereits Sensburg. Die Lebensgrundlage für den Ort lieferten vor allem die umliegenden Wälder sowie die Landwirtschaft.
Während des 16. und 17. Jahrhunderts zerstörten mehrfach Brände die Stadt, so 1568, 1693 und 1698. 1657 wütete die Pest, von 1708 bis 1711 eine Cholera-Epidemie in der Stadt. Auch während der Napoleonischen Kriege mit Russland wurde der Ort abermals zerstört.
1818 wurde Sensburg Sitz des Landkreises Sensburg, und 1897 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz. Bei der Abstimmung am 11. Juli 1920 im Abstimmungsgebiet Allenstein wurden in Stadt und Kreis Sensburg 34.334 Stimmen für den Verbleib bei Ostpreußen (und damit beim Deutschen Reich) und nur 25 für den Anschluss an Polen abgegeben.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt während der Ostpreußischen Operation am 26. Januar 1945 von der Roten Armee eingenommen und dabei zu etwa 20 % zerstört. Am 28. Mai 1945 wurde Sensburg unter polnische Verwaltung gestellt. Es begann danach der Zuzug von Polen und Ukrainern aus Gebieten östlich der Curzon-Linie, die dort völkischen Minderheiten angehört hatten. Die betreffenden Gebiete waren im Polnisch-Sowjetischen Krieg (1919–1921) erobert worden und mussten nach Ende des Zweiten Weltkriegs an die Sowjetunion abgetreten werden. Angehörige solcher Minderheiten waren vor die Wahl gestellt worden, entweder eine neue Staatsangehörigkeit zu akzeptieren oder aussiedeln zu müssen. In Sensburg angekommen, bemächtigten sich die Polen und Ukrainer der Behausungen und Anwesen der eingesessenen Bevölkerung und verdrängten die Einwohner daraus. Der Großteil der Einwohner, soweit nicht bereits geflohen, wurde in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben.
Von 1975 bis 1998 war die Stadt der Woiwodschaft Olsztyn angegliedert. Heute ist sie mit ihrer Umgebung ein beliebtes Touristenziel.
Die Stadt erhielt 1945 zunächst den Namen Ządźbork, 1947 wurde sie zu Ehren des evangelischen Pfarrers und Sprachforschers Christoph Cölestin Mrongovius (1764–1855) in Mrągowo umbenannt.

Einwohnerentwicklung

 Jahr Einwohner
 1782 ca. 1.200
 1831 2.137
 1875 3.321
 1880 3.611
 1890 3.562
 1933 8.757
 1939 9.880
 2007 21.663

Auszug aus   Wikipedia