Anmeldung zur Jugendbegegnung

mit deutschen, französischen & polnischen

(evtl. mit russischen) Teilnehmern

vom 22. Juli bis 2. August 2018

in Grünberg

„Let´s come together“

Integration und das Zusammenwachsen
von verschiedenen Kulturen in Europa

12 Tage mit einem oder zwei Austauschpartnern in der eigenen Familie, dabei zwei Nächte Zelten!

für Jugendliche von 13 bis 17 Jahren aus Grünberg und Umgebung

In diesem Jahr dreht sich bei der Jugendbegegung alles um das Thema Integration und Kulturen. So wird jedes Land sich selbst vorstellen, wir wollen auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede schauen, und neuzugezogene Jugendliche motivieren sich zu beteiligen. Dabei kommen Sport, Spaß, Spiel und Kreativität nicht zu kurz! So werden wir drei Tage Zelten, an der Grünberger Poolparty teilnehmen, tolle Ausflüge in die Umgebung machen, selber Escape Rooms entwickeln und ein Foto- und ein Theaterprojekt machen, und vieles mehr….

Anmeldung2018

Programm

Let´s come together!

Integration und das Zusammenwachsen von verschiedenen Kulturen in Europa

Sonntag, 22. Juli 2018

Nachmittags/abends    Ankunft der internationalen TeilnehmerInnen

an der Gallushalle – Aufteilung in die Familien

je nach Ankunftszeit ein erstes Treffen zum Kennenlernen

 

Montag, 23. Juli 2018

9.00 Uhr        internationales Team – Besprechung

10.00 Uhr      Kennenlernen /Vorstellung der einzelnen Städte und Länder /JUZ

14.00 Uhr      gemeinsames Mittagessen im JUZ

Anschließend    Treffen zum Beach-Volleyball Turnier im Freibad –
Spiel in national gemischten Teams, alternativ Boule spielen, Schwimmen

18.30 Uhr      Abendessen in den Familien

20.00 Uhr      gemeinsamer Kinoabend

 

Dienstag, 24. Juli 2018

10.00 Uhr      Empfang im Rathaus durch den Bürgermeister und den Arbeitskreis Städtepartnerschaft e.V., anschließend Stadtrallye/Citybound in national gemischten Teams

13.00 Uhr      gemeinsames Essen

14.00 Uhr      Einstieg ins Thema/Vorbereitung der Workshops für Montag und Mittwoch

  1. Tanz (Collage aus verschiedenen Tänzen der Länder)
  2. Theater (Stereotypen alt und neu)
  3. Fotografie (Begrüßungsformen und Gesten der Kommunikation)
  4. Kunstprojekt (Collage an öffentlicher Fläche)

anschließend Planung der 3 Tage mit Übernachtung

(Mitnehmen – Liste; Regeln; Programm/Zeiten ….)

19.30 Uhr      Abends Kegeln in der Gallushalle

 

Mittwoch, 25. Juli 2018 bis Freitag, 27. Juli 2018

Zelttage – Treffen am AWO Gelände (oder Campingplatz)

 

Mittwoch

9:00 Uhr Treffen Zeltaufbau, Sport (Fußballkäfig, Basketball)

Gemeinsames Mittagessen (THW)

Nachmittags Pool Party in Grünberg/Freibad (zusammen mit den Ferienspielen)

Abends evtl. Feuershow und Nachtschwimmen

 

Donnerstag

Frühstück

Ganztags Escape Rooms/Rollenspiele zum Thema gestalten und ausprobieren

Mittagessen (THW)

Abends Barbecue am Zeltplatz, Spiele

 

Freitag

Frühstück, Zeltabbau, Aufräumen

10.00 Uhr      Abfahrt zum Hoherodskopf, Besuch des Naturschutzzentrums, Picknick

Klettern. am Hoherodskopf,(alternativ Sommerrodeln, Adventuregolf)

16.00 Uhr      Rückkehr, Freizeit in den Familien

 

 

Samstag, 28. Juli 2018

Familientag

Tagsüber Vorschlag: Jugendliche können eigenständig nach Gießen fahren (Mathematikum/Shopping)

abends Programm auf Vorschlag der Teilnehmer (evtl. ein Fest gemeinsam besuchen)

 

Sonntag, 29. Juli 2018

Vormittags:    in den Familien

von 12.00 Uhr bis 18.30 Uhr gemeinsam mit dem Bus/den PKWs

in den Aquapark nach Niederweimar (evtl. Wasserski oder Standup-Paddeling)

oder an die Niddatalsperre zum Surfen und Standup-Paddelling

Eltern und Geschwister sind herzlich wilkommen

 

Montag, 30. Juli 2018

9.30 Uhr        Programm/ Thema/Workshops ganztags siehe Dienstag

Gemeinsames Mittagessen

18.30 Uhr      Abendessen: Grillen und Salate (von den Familien), Baguette  –

Grillhütte

 

Dienstag, 31. Juli 2018

8.00 Uhr        Tagesausflug nach Frankfurt (Internationales Tanzprojekt, Stadt, Tower, …)

 

Mittwoch, 1. August 2018

10.00 Uhr      Treffen der Gruppe zur Fertigstellung der Workshops und zur Reflexion

13.00 Uhr      Vorbereitung des Abschlussfestes

(Einkauf, Vorbereitungen internationales Kochen,
Raumgestaltung), Erstellung einer Präsentation der gesamten Maßnahme,
internationales Fingerfood-Büffet, Musik und Tanz

Eingeladen sind:

Gastfamilien, Verantwortliche der Stadt Grünberg und des Arbeitskreises                        Städtepartnerschaft, Politiker

19.00 Uhr      Abschlussfest (mit Musik!) im DGH

 

Donnerstag, 2.August 2018

Vormittags     Abschied gestalten

Je nach Verkehrsmittel Abreise der internationalen Gäste

Programm

Vom Arbeitskreis Partnerschaft zum Arbeitskreis Städtepartnerschaft Grünberg e.V.

Von Beginn an war es nötig organisatorische Aufgaben zu erfüllen, sowie Gedanken, Pläne und Ziele zu werten und umzusetzen. Im ersten Jahr fand sich eine Vielzahl interessierter Bürger aus allen Kreisen der Bevölkerung und der Vereine bereit, diese Städtepartnerschaft mit Leben zu erfüllen und einen Beitrag auf dem Weg in das vereinte Europa zu leisten.

Erste Reihe von links: Hans-Günther Möll, Helga Zabel, Carola Möll, Inge Berner, Babett Hanisch, Ulrich Hanisch
Zweite Reihe: August E. Zabel, Manfred Albrecht, Gertrud Albrecht, Heide Krech, Margot Schäfer, Heinrich Schäfer
Dritte Reihe: Werner Klee, Horst Ekkehard Lux, Horst Jochim, Ernst Ludwig Ide, Winfried Schulz, Wolfgang Kuntzemüller, Hermann Stika, Rolf Fleischmann
Dem Arbeitskreis Partnerschaft gehörten ferner an: Ingrid Blauert, Ingrid Pracht, Helga Reuhl, Klaus Bausen, Gerd Bölter, Siegbert Damaschke, Friedel Jöckel, Dieter Krech, Heinz Dieter Nothnagel, Horst Pracht, Heinrich Schäfer

 

Vereinsgründung

Am 16. Dezember 1991 fanden sich im Sitzungszimmer des Rathauses in Grünberg 37 Personen ein, um über die Gründung des Vereins “ Arbeitskreis Städtepartnerschaft. Grünberg e.V.“ zu beschließen.

Bürgermeister Siegbert Damaschke begrüßte die Erschienenen und übernahm die Leitung der Versammlung. In seiner Eröffnungsansprache dankte er den Mitarbeitern des ehemaligen „Arbeitskreises Städtepartnerschaft Grünberg-Condom“. Besonders hob er die gute Arbeit der Herren Ulli Hanisch, Manfred Albrecht und A.E Zabel hervor. Er dankte den Grünberger Vereinen, ohne deren Engagement manches nicht machbar gewesen wäre. Zuletzt würdigte er das vielversprechende Wirken von Dr. Wolfram Braun, das durch dessen tragischen Tod zu früh beendet wurde. Dann ging Bürgermeister Damaschke zur Tagesordnung über. Es wurde über die Gründung des Vereins beraten.

Die Anwesenden faßten sodann einstimmig durch Handzeichen den Beschluß, den Arbeitskreis Städtepartnerschaft Grünberg e.V. zu gründen.

Silke Arbeiter-Löffert, Wolfgang Hausmann, Rita Sekanina, Siegbert Damaschke, Tobias Lux, Ludwig Dörr, Thomas Skill, Ulrich Zinn, Walter Sekanina, Jürgen Schmidt, Rolf Halbich

 

Gründung der Städtepartnerschaft mit Mrągowo

Der Vorstand des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Grünberg e.V. mit den Bürgermeistern Jarosinski und Damaschke.

Aufgrund der guten Erfahrungen und Erfolge in der deutsch-französischen Städtepartnerschaft beschloß die Stadtverordnetenversammlung eine Öffnung der Stadt Grünberg auch nach Ost-Europa. Man entschloß sich, mit einer polnischen Stadt eine Partnerschaft einzugehen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten. Bürgermeister Damaschke und Stadtrat Hans Pigors besuchten im Juni 91 Mrągowo (ehem. Sensburg). Anläßlich des Gallusmarktes kam Bürgermeister Dariusz Jarusinski mit einer Delegation der Stadt Mrągowo nach Grünberg. Im Mai 1992 erfolgte der Gegenbesuch einer größeren Delegation Grünberger Stadtverordneter und Vereinsvertreter.

Das Ergebnis war einstimmig: „Wir gehen eine Partnerschaft mit Mrągowo ein.“

Bürgermeister Damaschke bittet die Stadt Mragowo unter den Schirm Europas.

Anderthalb Jahre nach den ersten offiziellen Kontakten zwischen Grünberg und Mrągowo (ehem. Sensburg) wurde die Verschwisterung beider Städte beschlossen.
Am 12. Oktober 1992 unterzeichneten die Bürgermeister Siegbert Damaschke und Dariusz Jarosinski in feierlichem Rahmen während einer außerordentlichen Stadtverordnetensitzung den Partnerschaftsvertrag in der Grünberger Gallushalle. In diesem Vertrag verpflichten sich beide Städte, der Aussöhnung, der dauerhaften Freundschaft zwischen dem deutschen und dem polnischen Volk zu dienen und das Ziel eines friedlichen Zusammenlebens beider Völker in einem vereinten Europa anzustreben.

In den Ansprachen waren die Aussöhnung, das immer noch schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Polen und der Europa-Gedanke zentrale Motive.
Umrahmt wurde der Festakt von den Darbietungen des Musikvereins Grünberg. Er spielte die deutsche und die polnische Nationalhymne.
Die Grünberger Chorgemeinschaft sang mit über 70 Stimmen die Europahymne (Dirigent beider Vereine Helmut Buß).

Über 200 Gäste verfolgten ergriffen diese feierliche Veranstaltung.

Gründung der Städtepartnerschaft mit Condom

Im Jahre 1972 feierte Grünberg das große Fest der 750-Jahrfeier. Zu diesem Ereignis sollte in Grünberg etwas besonderes passieren. Die Überlegungen in der Stadtverordnetenversammlung über einen Festzug, eine Festschrift, über Veranstaltungen, die dem Ereignis der 750-Jahrfeier würdig waren, ließen auch den Gedanken aufkommen: „Wie wäre es denn mit einer Partnerstadt im benachbarten Frankreich?“ Durch glückliche Umstände zweier Grünberger Bürger stieß man auf die Stadt Condom im Süden Frankreichs im Department Gers in der Gascogne. Von Seiten des Grünberger Bürgermeisters Karl Anschütz wurden schriftliche Kontakte mit dem Bürgermeister in Condom Abel Abeillé aufgenommen. Diese ersten Berührungspunkte zeigten das Interesse auf beiden Seiten und ließen bald den Gedanken reifen, sich einmal persönlich kennenzulernen und evtl. den Austausch von zunächst kommunalpolitischen Gruppen einmal von Grünberg nach Condom, einmal von Condom nach Grünberg zu realisieren. Bereits die erste Gruppe von Grünberg nach Condom wurde dort sehr herzlich und sehr aufgeschlossen empfangen.

Die Verlobung: Bürgermeister Abel Abeillé und Bürgermeister Karl Anschütz

Auch dort war man dem Gedanken gegenüber aufgeschlossen, es möge friedlich werden in Europa, gerichtet auf Freundschaften, im Gegensatz zu den früher bestehenden Konfrontationen. Die Generationen im 2. Weltkrieg und kurz danach wußten noch um den sogenannten Erzfeind Frankreich, um die Erzfeindschaft zwischen Frankreich und Deutschland. Es war ein ganz großes politisches Werk, das der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer mit dem Staatspräsidenten Frankreichs Charles de Gaulle in die Wege leitete. Ein Freundschaftsvertrag, der auf dem richtigen Weg in die richtige Richtung, dem Ziele des vereinten und friedlichen Europas, ausgerichtet war. Nach diesen Bemühungen gab es in vielen Städten Deutschlands das Bestreben, Kontakt aufzunehmen bzw. einen Partner zu suchen, mit dem man evtl. eine solche Städtepartnerschaft eingehen konnte. Und so war das auch in Grünberg. Die Stadtverordneten waren sofort begeistert von der Idee und den Möglichkeiten und hatten aus der Absicht auch tatsächlich etwas mit Hand und Fuß geschaffen. Bei dem ersten Besuch in Condom erfuhr die erste Delegation eine derartige Herzlichkeit der Aufnahme, eine derartige Information über die Stadt Condom, über ihre Bürger und Umgebung, sodaß man geradezu begeistert nach Hause fuhr. Den Franzosen wurde angeboten, so schnell wie möglich auch Grünberg kennen-zulernen, damit sie wüßten, mit wem sie evtl. eine Partnerschaft eingehen. Hier gab es ein lustiges Erlebnis, denn nachdem diese Einladung ausgesprochen war, sagte der Bürgermeister von Condom: „Wir haben Grünberg schon in den hellsten Tönen geschildert bekommen. Einer unserer Bürger, ein damaliger Stadtrat, hatte sich einige Tage in Grünberg aufgehalten. Die Stadt und die Gegend erkundet. Er berichtete, daß die Menschen sehr aufgeschlossen, sehr vertrauenserweckend seien und das friedliche Städtchen Grünberg genau der richtige Partner für die schöne Stadt Condom wäre“. Als dann eine große Delegation aus Condom, bestehend aus den Offiziellen der Stadtverwaltung sowie Damen und Herren aus den Vereinen nach Grünberg kamen, traf dieses erste Besichtigen Grünbergs mit der Feier der 750-Jahrfeier in Grünberg zusammen. Das war natürlich ein glücklicher Zufall, die Stadt war rot/weiß/blau, in den Grünberger Farben geschmückt, die gleichzeitig die französischen sind. So meinten alle Teilnehmer, Grünberg wäre speziell für ihren Besuch derart gerüstet.

Die Verschwisterungsurkunden.

Der herrliche Festzug, der sicherlich bei allen, die ihn erlebt haben, in bester Erinnerung geblieben ist, zeigte auch den Franzosen die Vorgeschichte Grünbergs, dessen wirtschaftliche Entwicklung, dessen Handwerksentwicklung, dessen Verbindung zu den Auswanderern nach Amerika und so weiter und so weiter. Es war ein rundes Erlebnis und dazu kam dann natürlich noch, daß die Stadtverwaltung ein umfangreiches Besichtigungsprogramm ausgearbeitet hatte. Hierbei durfte natürlich der Besuch der Brauerei in Lich, des Hoherodskopf im Vogelsberg, der Besuch Frankfurts, der Stadt mit dem weltberühmten Flughafen, nicht fehlen. Als die Condomer Grünberg wieder verließen, waren sie einig in der Meinung, „wir passen zusammen, wir wollen den Weg gemeinsam beschreiten und versuchen, ob wir für unsere Zukunft, für unsere Jugend etwas schaffen können, was ganz im Sinne der friedlichen Vereinigung Europas liegt“. Nachdem der Termin vom Mai 1972, das erste Kennenlernen ihrer Partnerstadt Condom durch die Grünberger, als die Verlobung bezeichnet werden kann, fand dann anläßlich des Gegenbesuchs der Condomer Delegation am 2. Juni 1972 die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde hier in Grünberg mit musikalischer Untermalung des Musikvereins in einer feierlichen Stadtverordnetensitzung statt. Und das war gewissermaßen die Hochzeit der beiden Städte. Ein Anfang war geschaffen für ein ganz großes Werk, was sich im Laufe der folgenden Jahre über die Grenzen Grünbergs und Hessens hinaus zu einer bekannten Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland herausstellen sollte. Viele Bürger, viele Jugendliche haben geholfen, dieses Werk zu dem zu machen, was es heute ist, und es so erfolgreich zu gestalten, daß es weit über 10.000 Kontakte gibt, die in beiden Richtungen neu geschlossen wurden. Die guten Absichten bedurften natürlich auch einer gewissen Organisation auf der deutschen wie auf der französischen Seite, und so war man sich schnell einig, daß es nötig war, einen Arbeitskreis Partnerschaft zu gründen, der interessierte Bürger zur aktiven Mithilfe motiviert. Sowohl in Grünberg als auch in Condom entstand ein Arbeitskreis Partnerschaft. Es war die Absicht der neugegründeten Partnerschaftsarbeitskreise, alle Teile der Bevölkerung und auch alle Teile der Großgemeinde Grünberg einzubeziehen und Allen Gelegenheit zum Kennenlernen und gegenseitigen Besuchen zu geben. In allererster Linie galt dieses natürlich der Jugend beider Städte und hier war wohl der Grundstein für die Zukunft gelegt, denn die Jugend hatte sich von Anfang an in größeren Gruppen als Austauschschüler bemüht, nach Condom zu fahren, um Land und Leute kennenzulernen, in den Familien die jeweilige Muttersprache des Partners zu sprechen, den Tonfall zu erfahren und die Ausdrucksweise, ja gewisse Bräuche und Sitten anzunehmen und insgesamt dadurch auch in der eigenen Entwicklung hier im Französischunterricht eine bessere Benotung zu erreichen. Der jährliche Jugendaustausch wurde organisiert, es gab einen Adressenaustausch. Auf der französischen Seite bemühte man sich, etwa die gleiche Kopfzahl der Austauschgruppe aufzustellen und die Quartiere klarzumachen.

Selbstverständlich, und das galt für alle Besuche, war von vornherein die Absicht des Gebens und Nehmens. Aufnehmen eines Partners, eines Korrespondenten und Aufnehmen des jeweiligen Besuchers in Condom oder in Grünberg. So war es selbstverständlich, daß zuallererst die persönlichen, die familiären Kontakte geknüpft wurden. Und das erweiterte sich dann über den Jugendaustauch hinaus. Mit sehr großem Interesse haben Vereine und Gruppen auf beiden Seiten sich gegenseitig besucht, oder man traf sich zu festlichen Anlässen (und derer gab es im Laufe der Jahre viele). Die Condomois lernten den Gallusmarkt kennen, das große Grünberger Ereignis. Hier kam es bei der Wurzelbürgerbürsterei zu so manchem Ehrenwurzelbürger aus Condom. Die Grünberger lernten das große Volksfest St. Pierre, oder das Festival de Bandas kennen, ein musikalisches Großereignis, zu dem auch heute noch jährlich Besuchergruppen aus Grünberg nach Condom fahren.

Die Grünberger lernten die foire d’exposition kennen, eine jährliche Gewerbeausstellung in Condom, die Gelegenheit gab, schon 1974 die Stadt Grünberg auf einem Messestand vorzustellen.

Die Lage Grünbergs innerhalb Deutschlands, die Entfernung von Condom nach Grünberg, wurde in Schautafeln dargestellt und eine rege Besucherzahl in Condom konnte sich informieren, „wo liegt die Stadt, mit der wir neuerdings ein freundschaftliches Verhältnis haben?“ Sehr aufgeschlossen zeigten sich die Grünberger Vereine, wenn es galt, die ersten Besuchergruppen nach Condom zusammenzustellen. Zwei Gruppen sind zu nennen, die sehr früh, fast als erste beteiligt waren und einen nachhaltigen Eindruck in Condom hinterließen oder nach Grünberg mitgebracht hatten: die Feuerwehr Grünberg und der Chor der Diebsturmspatzen. Hier fand man gleich Kontakt, Gegenkontakte in Condom; die Feuerwehr mit einem freundschaftlichen, kameradschaftlichen Verhältnis, Feierlichkeiten und gemeinsamen Feten. Das Gegenstück zu den Grünberger Diebsturmspatzen war der Chor d‘ Armagnac, Condom. Eine Gruppe von Sängerinnen und Sängern, die es auch zu sehr beachtlichen Leistungen gebracht hat. Diese Begegnungen ergaben Freundschaften, die schon mehr als über ein normales Sängerleben hinausgingen, Freundschaften, die sich bis zum heutigen Tag erhalten haben, gepflegt und gefördert werden.

Vorsitzende

Silke Arbeiter-Löffert
Auenweg 2
35325 Mücke
Tel.: 0 64 00 95 83 16
e-Mail